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Der Surrealismus

Der Surrealismus der frühen Zwanzigerjahre bis in die Mitte der Vierzigerjahre des 20. Jahrhunderts geht besonders auf die Psychoanalyse des Österreichers Sigmund Freud zurück. In seinem Werk Die Traumdeutung (1899) stellte Freud die Theorie auf, dass Träume eine unterbewusste Realität des menschlichen Seins darstellen. Träume offenbaren Emotionen und Wünschen. Die Offenlegung dieser verdrängten Welt voller Sexualität, Gewalt und Begehren lieferte die Grundlage für die Stilform des Surrealismus.

Merkmale der Kunst im Surrealismus

Surrealismus gehört zu den am schwierigsten zu definierenden Stilen, da jeder Künstler versuchte, seine eigenen, subjektiven Empfindungen darzustellen. Es gibt allerdings einige klare Merkmale, die viele dieser Werke verbindet.

Hauptmotive im Surrealismus werden in der Regel klar gekennzeichnet, wobei diese in einem starken Kontrast zu weiteren Motiven stehen. Dadurch entsteht im Betrachter eine fehlende Übereinstimmung zwischen Darstellung und Wirklichkeit und kann mitunter traumhaft, aber auch verstörend wirken. Diese Werke lassen sich dabei nicht rational erklären, da die Künstler auf ihre eigenen, inneren Träume reagieren.

Die Werke wurden in der Regel schnell und im Rausch gemalt. Man spricht hier vom sogenannten Speedpainting. Das Ziel war es, die Emotionen und Eindrücke des Traumes so schnell wie möglich auf die Leinwand zu bringen, bevor die Erinnerungen daran verblassen.

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